Der siebte Tag – 31.03.2018

Heute war es sehr windig, eine Wanderung stand also nicht auf dem Plan. Aber es gibt ja noch mehr, was man auf der Insel tun kann. Beispielsweise wurde mir von verschiedenen Seiten das Aquarium in Palma empfohlen. Und dort waren wir. Wenn Ihr auf Mallorca mal einen Regentag habt, ist das wirklich sehr zu empfehlen! Innen gibt es, nach Regionen aufgeteilt, viele kleine und große Aquarien, die so hübsch gestaltet sind, dass wir lange vor den einzelnen Becken verweilt haben, um die Fische und Meerestiere zu beobachten. Die Schautafeln daneben informieren über die Lebewesen (auch die Korallen), die man sieht. Leider sind einige davon nicht funktionstüchtig, schade.

Der Außenbereich lädt die Kinder zum Toben ein, die Becken sind nicht so aufwändig gestaltet wie innen, aber dennoch gibt es viel Interessantes zu sehen. Hier kann man bei einem Kaffee oder kalten Getränk relaxen, es gibt auch Kuchen und warme Speisen, Joghurt und Eis. Am Schluss gibt es noch eine sehr interessante Studie über die Geschichte und Misere des Thunfischs, einen der wichtigsten Fische des Mittelmeerraumes. Sehr interessant für meine Recherche!

Summa Summarum: Ein super Ausflug, sehr zu empfehlen!

Tipp: Die Familienkarte solltet Ihr im Internet buchen, vor Ort ist der Eintritt für 2 Erwachsene mit 2 Kindern viel teurer. Wir haben das Ticket vor Ort mit dem Smartphone gebucht, das ist auch möglich – wenn auch die Wartezeit für die Kids natürlich viiiiel zu lang ist…

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Der sechste Tag – 30.03.2018

Nachdem wir uns einen Tag ausgeruht und am Strand gebummelt waren, der Muskelkater halbwegs abgeklungen und auch die wieder-erstarkte Erkältung wieder im Griff war (ward ihr auch so krank? Der Winter2017/2018 hatte es ja wohl echt in sich…), haben wir uns für den Freitag einen schöne Spaziergang ausgesucht: Im Gebirgszug Tramuntana rund um das Dörfchen Deia. Deia liegt zwischen Valdemossa und Soller auf der Westseite der Insel und ist ein süßes Dörfchen aus Kalksteinhäusern und schmalen Gässchen. Etwa 3 km entfernt befindet sich der dazugehörige Strand Cala de Deia.

Allerdings stellen wir spätestens, als wir durch Soller fahren, fest, dass wir offensichtlich nicht die einzigen waren, die diese Idee hatten. Die Parkplatzsuche in dem winzigen Dörfchen mit seinen schmalen Gassen gestaltet sich dementsprechend schwierig, obwohl der Ort nun wirklich jeden Quadarzenmtimeter, der nicht durch ein Haus oder einen Felsen belegt ist, als Parkplatz ausgewiesen hat, um dem Touristenansturm Herr zu werden. Ich will mir lieber nicht vorstellen, wie es hier in der Hochsaison zugeht.

Aber dort, wo viel los ist, gibt es ja auch meist einen Grund dafür. Wir finden ihn in dem wirklich wunderschönen, abwechslungsreichen und mit einer fantastischen Aussicht gesegneten Rundweg um Deia, Cala de Deia und Llucalcari, der uns etwa 3 Stunden lang durch die terassenförmigen Wälder voller Pinien und alter, verknöcherter Olivenbäume führt. Ein sehr schöner Weg, mit Kindern klasse zu machen, es kommt keine Langeweile auf und wir Erwachsenen kommen aus dem Staunen ob der schönen Aussicht auch nicht heraus. Beschrieben ist der Weg übrigens sehr gut bei mallorca-erleben . Kleine Herausforderung dabei ist allerdings, dass die Tourbeschreibung keine Karte beinhaltet, sondern nur Text. Es gibt gerade diese Tour aber auch auf vielen anderen Plattformen und in Wanderbüchern.

Ein Besuch in der Gegend um Soller lohnt sich also allemal. Ihr solltet aber damit rechnen, dass es keine einsame Tour wird. Die Dörfer sind sehr pittoresk, toll in den Bergen gelegen und daher auch als Ausflugsziel sehr beliebt. Es gibt tolle kleine Cafés und Restaurants, Kirchen und zauberhafte Gässchen. Viel Spaß in den Bergen!

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In Deia

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Süße Gässchen

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Cala de Deia

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Auf dem Spazierweg zwischen Cala de Deia und Llucalcari

Der fünfte Tag – 29.04.2018

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Heute haben wir mal nix gemacht – war auch schön!

Der vierte Tag – 28.03.2018

Am vierten Tag war erst mal Reiten angesagt. Unsere Tochter ist ein absoluter Pferdenarr. Leider ergeben sich im Alltag nicht sehr viele Gelegenheiten für sie, ihrer Leidenschaft nachzukommen, da wir mitten in der Stadt leben. So müssen wir dann im Urlaub immer ran: Jedes Pferd wird mit Entzückungsrufen kommentiert, und wenn sich irgendwo die Gelegenheit ergibt, Reiten zu können, ist sie die erste, die mit großen, bittenden Augen vor uns steht. Also lassen wir uns erweichen.

Es gibt hier im Norden der Insel eine Ranch, die sich Ranxo Ses Roques nennt. Dort kann man für 22€ eine Stunde in einer geführten Gruppe Reiten. Die Touren starten am späten Vormittag um 11:30 Uhr, ggf. ändern sich die Zeiten im Hochsommer. am späten Nachmittag um 17 Uhr gibt es eine weitere, 2-stündige Tour. Ich bin mitgeritten, die Pferde waren sehr brav – naja, bis auf meines, das offensichtlich von vielen Moskitostichen gepeinigt das ständige Bedürfnis hatte, sich zu kratzen. Dazu ging es: ab in den Busch. Dummerweise hatte das Pferdchen vergessen, dass ich ja auch noch da war – nun ja. Am lustigsten war es, als das Hinterteil dran war und Pferdchen sich den Popo an den Dornen rieb!

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Ob Ihr so eine Reitstunde machen wollt, müsst Ihr selbst entscheiden. Unser Ritt war ganz schön, ging aber durch sehr steinige, schmale Pfade und zum Teil durch tiefen Matsch. Das ist wohl jahreszeitbedingt, aber ich weiß nicht recht, ob das so toll ist für die Tiere. Die Leute waren jedenfalls sehr freundlich und haben sich bemüht, dass es allen Spaß gemacht hat.

Danach haben wir noch einen Ausflug ins Innere der Insel gemacht. Ich wollte für eines meiner Reiseführer-Kapitel recherchieren: „Nützliche Bäume und Pflanzen“. Da ich gelesen hatte, dass es in den zentralen Landesteilen noch recht viel Landwirtschaft gibt, sind wir nach Vilafranca de Bonany gefahren, um dort zu Ermita zu wandern. Die Wanderung wird auch im Reiseführer „Wanderspaß mit Kindern – Mallorca“ von Steve Keller beschrieben. Diesen Reiseführer kann ich für wanderfreudige Familien empfehlen. Diese Tour jedoch leider nicht so sehr. Für uns Erwachsene war es interessant, an den Gewächshäusern und Feldern entlangzuwandern, die Kids fanden den doch recht bequemen Wanderweg ziemlich öde. An der Ermita angekommen konnten wir den Ausblick bewundern, haben Picknick gemacht und uns natürlich die schöne Ermita angesehen. Der Abstieg ging dann natürlich schneller. Immerhin: Wir haben Kaktusfeigen probiert! Lecker!

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Typisches Bild auf Mallorca zu Ostern: Kirche mit Radfahrern

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Hübsche Figuren innerhalb der Ermita

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So gut wie kein Müll liegt herum – ob das an diesen Schildern liegt?