Campingurlaub in Schweden

Camping in Schweden

Ein Landcruiser mit Dachzelt, 2 Kinder, 2 Erwachsene und jede Menge Neugier – so startet unser Trip nach Schweden. Natürlich haben wir eine Menge Zeug dabei, aber die Route steht nur für die ersten Tage fest. Alles andere? Wir lassen uns überraschen!

Natürlich kann man mit der Fähre direkt nach Schweden fahren. Wir haben uns allerdings für den Landweg über Dänemark entschieden – es war eine sehr schöne und entspannte Anreise. Zurück ging es dann mit der Fähre ab Malmö. Es empfiehlt sich, diese für Sommerreisen in den Ferien rechtzeitig zu buchen.

Alles andere haben wir auf dieser Reise spontan entschieden und gebucht.

Fehmarn

Wir sind 3 Nächte auf dem Campingplatz Flügger Teich geblieben – hier hatten wir Glück, denn die Campingplätze auf der Insel waren schon recht ausgebucht. Flügger Teich ist ein schöner kleiner Campsite, auf dem man auch Bauwagen mieten kann. Sehr angenehme Leute machen dort Urlaub, überhaupt ist Fehmarn sehr unaufgeregt. Eine Wohltat nach den letzten Wochen Mega-Gewusel in Berlin.

Ein paar Infos zum Campingplatz:

3 Minuten Fußweg zu Flügger Strand, der mit einigen Facilities aufwartet: kleiner Shop, morgens Brötchen, von 12-14 Uhr Mittagspause, Restaurant mit bodenständiger, leckerer Küche, Strand, Spielplatz.

Nun geht es aber endlich los gen Schweden!

Schweden

Von Fehmarn nach Dänemark

Wir fahren mit der Fähre von Puttgarden nach Rödby. 45 Minuten dauert die Fahrt. Da wir nichts vorhergebucht haben, kriegen wir spontan nur eine Fähre am Abend. Wir müssen etwa 1 Stunde warten, dann geht es auf nach Dänemark.

Als wir ankommen, ist es schon 21 Uhr, daher fahren wir dann nur noch nach Nykøbing Falster. Dort übernachten wir auf dem City Campingplatz. Es ist sehr nett hier, große Bäume spenden Schatten und teilen den Platz in mehrere Ecken auf, in denen Wohnmobile, aber auch Leute mit Zelten stehen.

Die sanitären Anlagen sind sauber, warmes Wasser kommt auch ohne Zahlautomat aus dem Hahn. Für die Kinder gibt es einiges an Spielgerät und eine Kicker. Klar, auf einem City Campingplatz hört man die Geräusche der Stadt, aber für mitten drin ist es sehr grün und lauschig. Und für eine Nacht Stop-over perfekt.

Schweden for kids

Jetzt aber endlich Schweden!

Nach vielen Tagen Bummel-Anreise und Fahrt über die fantastische Öresundbrücke sind wir nun doch angekommen. Als erstes machen wir Halt bei Björk’s fiskbutik & rökeri, einem kleinen Imbiss-Restaurant direkt am Vastra Ringsjön, einem von zwei direkt nebeneinander liegenden Seen an der Straße E22, die von Malmö in Richtung Karlskrona führt.

Dort gibt es zwei Gerichte – es kommt immer darauf an, was so gefangen wird – und diese beiden, Lachs und Krabben, sind lecker. Und nicht ganz so teuer, wie wir befürchtet hatten: Für 2 Fischgerichte, 2 x Wiener Würstchen und Unmengen an Getränken, da wir alle bunten Fläschchen ausprobieren wollen, zahlen wir 40 Euro. In Berlin hätten wir dafür 2 mal essen gehen können, aber ich hatte es mir noch teurer vorgestellt – außerdem sind die Preise in Berlin wohl nicht zu vergleichen mit allen anderen Städten, es ist nun mal sehr günstig bei uns.

Schweden

Camping bei Karlskrona

Unser Ziel ist eigentlich Öland, aber unser Landcruiser fährt nicht so schnell (die anderen um uns herum übrigens auch nicht), daher beschließen wir, bei Karlskrona zu bleiben und uns am nächsten Morgen das Städtchen anzuschauen.

Der Campingplatz heißt Ronneby Havscamping. Im Reiseführer wird er als Viersterne-Zeltplatz angepriesen – na dann sind wir ja mal gespannt. Und wirklich: Der Campsite ist sehr hübsch: Es gibt einen kleinen Pool für die Kinder, eine Bar, einen kleinen Laden mit frischen Brötchen, viele Bäume, die Schatten spenden und für die Wohnmobile sogar kleine Holzterassen, an die man sich stellen kann. Die sanitären Anlagen sind auch ok, nur grillen darf man nicht. Aber wegen der vielen Waldbrände, die in Schweden in diesem Sommer gewütet haben, bin ich da ohnehin vorsichtig.

Am Abend machen wir eine Wanderung zu der gegenüberliegenden Insel. Dort kommen wir einen traumhaften Platz vorbei, mitten auf der kleinen Insel am Wasser haben sich zwei Wohnmobile hingestellt, die Familie geht gerade baden und es sieht so friedlich aus, dass wir beschließen: Jetzt ist erst mal Schluss mit Campingplätzen – wir wollen auch wild campen. Schließlich darf man das hierin Schweden an sehr vielen Orten!

Schweden

Das Marine Museum in Karlskrona

Aber zuerst schauen wir uns Karlskrona an – natürlich kommen wir genau in der dicksten Mittagshitze an und flüchten nach kurzem, schweißtreibenden Stadtbummel in das Marine Museum. Freier Eintritt, ein tolles Haus, schöne Exponate, einiges für Kinder, große Marineschiffe zum drauf herumlaufen, also echt klasse und total empfehlenswert!

Schweden

Weiter nach Öland

Und dann geht es weiter nach Öland, um unseren Wild-Campen-Platz zu finden. Wir kommen erst gegen 18 Uhr an, und an dem tollen Platz, den wir uns über unsere Karte auf dem Smartphone herausgesucht haben, ist Campen leider verboten. Zwar scheint das einigen Leuten egal zu sein, denn einsam ist es dort nun wirklich nicht und einige sind auch mit Bussen oder Wohnmobilen da, die auch über Nacht bleiben wollen. Aber wir haben da eine andere Einstellung: Wir sind hier zu Gast, da halten wir uns an die Wünsche der Leute hier. Und wir finden trotzdem einen anderen Platz, der zwar nicht so einen schönen Strand hat, aber dafür sehr viel einsamer ist und vielleicht haben wir Glück, und sehen Robben! Drückt uns die Daumen!

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Wild Campen auf Öland

Das Wild-Campen auf Öland hat eigentlich sehr gut geklappt. Wir haben einen sehr schönen Platz gefunden (an der Westküste bei Degerhamm) und dort zwei Nächste verbracht. Wir haben Waldspaziergänge gemacht, sind zum Dörfchen gelaufen und haben Brombeermarmelade gekocht – natürlich aus selbstgepflückten Brombeeren. Zusammen mit den Pfannkuchen – ein Gedicht!

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Freiluftmuseum Himmelsberga

Am dritten Tag auf Öland Sightseeing: Das Freiluftmuseum Himmelsberga war unsere erste Station, ein hübsches Museum in Form eines kleinen Dörfchens, das zeigt, wie die Leute vor etwa 200 Jahren auf Öland gelebt haben. Die kleinen Häuser sind im alten Stil eingerichtet, es gibt ein Café und ein kleines Gemüsefeld.

 

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Borgholms Slott

Danach haben wir uns noch Borgholms Slott angeschaut, eine der größten Burgen Europas und ein echtes Erlebnis – besonders für Kids, die auf Rittertum stehen. Die Burg ist riesig. Es gibt keine Dächer mehr, da sie mehrere Male abgebrannt und nach dem letzte Mal nicht wieder aufgebaut wurde, Teile wurden jedoch so weit instand gesetzt, dass heute verschiedene Ausstellungen in der Burg Platz gefunden haben. Es gibt eine kreativ umgesetzte Ausstellung über die Zeit der Könige, die hier gelebt haben sowie auch moderne Kunst, aktuell bei unserem Besuch japanische Origamikunst, die modern und farbenfroh daherkommt.

 

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Löppis auf Öland

Ein Besuch auf einem der zahlreichen Flohmärkte lohnt sich immer. Diese finden jedoch nicht auf öffentlichen Plätzen statt sondern bei demjenigen, der verkauft. Oft sind das Höfe, man streift durch lustig gestaltete Schuppen und bestaunt den alten Trödel.

 

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Wildcampen doch manchmal nicht ganz leicht

Auf dem Rückweg von Borgholm in Richtung Süden wollen wir eigentlich wieder einen einsamen Platz finden, was uns aber leider nicht gelingt. Zu viele Schilder mit einem durchgestrichenen Wohnmobil zeigen uns, dass das Wildcampen hier wohl offensichtlich überhandgenommen hat – oder die Camper den Platz nicht so verlassen haben, wie sie ihn vorgefunden haben. Jedenfalls finden wir nichts, es wird langsam spät und so gehen wir auf den nächstbesten Campsite, einen weiteren Viersternecampingplatz (First Camp Ekerum), der mit Pool, Restaurant mit Live-One-Man-Show, frischen Brötchen und Verleih von Fahrutensilien aufwartet, mit denen die Kids UNBEDINGT über den Campingplatz donnern wollen. Das Wasser ist hier allerdings super, besonders wegen des Stegs, der zum tieferen Teil führt – herrlich erfrischend!

Am nächsten Tag geht es wieder hinüber auf das Festland in Richtung Vimmerby. Den ausführlichen Bericht darüber lest ihr hier. Unsere beiden nächsten Übernachtungen finden wir über die Park-4-Night-App, auf der vermeintlich einsame Plätze zum Campen aufgeführt sind. Allerdings sollte man nicht hoffen, an diesen Stellen einen wirklich einsamen Platz zu finden – zumindest nicht um diese Jahreszeit. Die App wird von zu vielen, meist deutschen Travellern und Wohnmobil-Urlaubern genutzt, daher ist auf den romantischen Oasen in der Wildnis fast weniger Platz als auf einem offiziellen Campingplatz . Aber natürlich sind die Orte sehr schön und meist an einem See. Wer es einsam mag, geht einfach ein paar Schritte.

 

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Jonköping zum Vätternsee

Nach dem ausgiebigen Vimmerby-Erlebnis-Tag sind wir weitergefahren in Richtung Jonköping zum Vätternsee. Hier haben wir uns zum ersten Mal ein kleines „Schwedenhäuschen“ gemietet (Lovsjöbadens Camping). Da wir nicht im Vorfeld gebucht haben und es auch keine ganze Woche benötigen, blieb nur eines auf einem Campingplatz. Das Häuschen ist ganz niedlich, hat aber kein fließendes Wasser und auch kein eigenes Bad, nur Tisch, Stühle, zwei Doppelstockbetten und einen Kühlschrank. Unser Ausblick von der kleinen Terrasse ist jedenfalls super: Direkt auf einen kleinen See!

 

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Ausflug nach Gränna

Nun können wir am nächsten Morgen einen tollen Ausflug nach Gränna machen. In Gränna werden die berühmten Polkagris hergestellt, rot-weiße Zuckerstangen, die es mittlerweile natürlich in verschiedensten Formen und Geschmacksrichtungen gibt. In vielen der Shops, die Polkagris verkaufen, kann man den Zuckerstangen beim Entstehen zusehen. Das Ganze ist natürlich ein sehr hübsches Mitbringsel – und die Shops sind auch sehr liebevoll gemacht. Obwohl es im Reiseführer heißt, dass sich durch das Örtchen die Autoschlangen ziehen würden, finden wir es dennoch nicht überfüllt und sehr angenehm, wir schlendern von einem Lädchen in das nächste und probieren die verschiedenen Bonbons. Dann machen wir erst einmal einen Ausflug mit der Fähre auf die gegenüberliegende Insel Visingsö, auf der man sehr schön Fahrradfahren und Spazierengehen kann.

 

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Supertipp fürs Mittagessen!

Wie in vielen schwedischen Restaurants kann man auch im Restaurant Framnas lunchen: Das beinhaltet ein Essen oder Buffet, ein Getränk, ein Dessert und Kaffee, für Erwachsene kostet es pro Person 100 SKR, für Kinder etwas weniger, wir haben zwischen 80-60% gezahlt. Den Tipp hatten wir von einem holländischen Ehepaar, die wir auf Fehmarn kennengelernt haben – danke noch mal dafür!