Fakten-Check_Einstein

Nun sitzen wir alle daheim. Die Kinder dürfen nicht in die Schule, die Eltern machen wenn möglich Homeoffice und das Klima? Das freut sich wahrscheinlich. So wenig Tranportieren, Produzieren, Konsumieren war lange nicht. Ich bin sehr gespannt auf die CO2-Bilanz des ersten Quartals 2020 – ihr auch?

Auch wenn in den Nachrichten das Thema Klimaschutz gerade wegen des Coronavirus in den Hintergrund gerückt ist, sollten wir trotzdem nicht nachlassen. Unsere letzte Verlosung des Kinderkrimis „Die Klima-Checker: Schluss mit Plastik“ von Veronika Wiggert hat wieder gezeigt, dass eure Kids das Thema nach wie vor wichtig finden. Es treibt sie um, was mit der Natur, dem Klimawandel und unserer Zukunft sein wird. Was wir ändern müssen, damit wir weiterhin gut leben können.

Dabei tauchen eine Menge Fragen auf. Was ist eigentlich so schlecht an Erdöl? Und was versteht man unter Bio-Plastik? Was sind die drei großen Rs? All diese Fragen haben sich die drei Klima-Checker Malin, Trixie und Einstein auch gestellt. Und da Einstein nun mal der Fakten-Checker der drei ist, hat er eine ganze Sammlung an Checks zusammengetragen. Ein toller Einstieg für eure Kids in das Thema Plastikmüll.

Los geht’s!

Einstein hat für dich die Fakten zum Thema Klima-Wandel und Plastikmüll gecheckt.

3-R-Regel (Reduce, Re-use, Recycle)

Eine einfach zu merkende Regel für einen geringen Plastikverbrauch im Alltag:

Reduce: Frage dich, ob du bestimmte in (Plastik) verpackte Dinge wirklich brauchst.

Re-use: Manche Dinge, wie zum Beispiel Stofftaschen oder Mehrweg-Flaschen, lassen sich mehrmals wiederverwenden.

Recycle: Wenn du Plastikabfälle richtig trennst, lassen sich diese wiederverwerten – das spart viele Rohstoffe und hält den Müllberg gering.

Bio-Kosmetik (Naturkosmetik)

Inzwischen gibt es viele tolle Kosmetik-Marken, die nur ausgewählte, biologische Inhaltsstoffe verwenden. Auch verzichten sie auf chemische Zusatzstoffe. Du erkennst echte Naturkosmetik am Bio-Siegel, zum Beispiel BDIH, NATRUE oder ECOCERT.

Bio-Plastik (-Kunststoff)

Hier spricht man zum einen von biobasiertem Kunsstoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen (Mais, Zuckerrohr oder Bambus) besteht. Er wird aber unter Einsatz von Pestiziden angebaut – und enthält oft auch Leime oder anderes.

Eine andere Form ist biologisch abbaubarer Kunsstoff, der nach einiger Zeit verfällt, das kann aber oft sehr lange dauern. Zu lange, um es in den Bio-Kompost zu schmeißen.

CO2 – Emission

Die Abkürzung CO2 steht für Kohlendioxid und ist ein Gas, das auch in der Natur vorkommt. Zum Beispiel befindet es sich in der Luft, die wir einatmen. CO2 dient auch als eine Art Schutzschild um die Erde und sorgt für milde Temperaturen. Gäbe es sie sich nicht, wäre es zu kalt. Man nennt das den natürlichen Treibhauseffekt.

Da im Zuge der Industrialisierung in den letzten Jahrzehnten sehr viel zusätzliches CO2 in die Luft gepumpt wurde, hat sich dieser Treibhauseffekt enorm verstärkt. Das Ergebnis: Ständig weiter steigende Temperaturen mit negativen Auswirkungen: Immer mehr Gletscher schmelzen und die Wetterbedingungen auf der Erde haben sich inzwischen gravierend verändert. Um weniger CO2 auszustoßen, müssen schnellstens wichtige Maßnahmen ergriffen werden – und das ist eine wichtige Forderung der Fridays for Future Bewegung.

Erdöl

Erdöl ist ein natürlicher Rohstoff, der über Millionen von Jahren aus aus Pflanzen- und Tierresten entstanden ist. Das dunkle, zähflüssige Öl wird mit Bohrtürmen und Pumpen aus der Erde gefördert. Wir benutzen Erdöl beispielsweise für die Energieversorgung von Kraftwerken und Industrieanlagen und zum Heizen. Aber auch für die Herstellung von Benzin, Plastik, Gummi oder Kunstfasern. Erdöl gibt es allerdings nicht unbegrenzt, irgendwann wird es aufgebraucht sein – deshalb ist es wichtig, es nachhaltig zu verwenden!

Erneuerbare Energien

Wir gewinnen seit Jahrzehnten Energie dadurch, dass wir Kohle, Erdgas und Erdöl verbrennen. Das produziert aber sehr viel CO2 und erwärmt unsere Erde (Treibhauseffekt). Deshalb setzen wir zunehmend auf Erneuerbare Energien. Sie heißen so, weil es die Rohstoffe, die wir dafür brauchen, immer gibt: Also Wasser, Wind und Sonne. Außerdem schaden sie dem Klima nicht! Aber: Auch hier gilt es nachhaltig zu handeln!

Klimawandel

Das Klima betrachtet Temperaturschwankungen über einen längeren Zeitraum hinweg. Da sich die Erde in den letzten Jahrzehnten immer weiter erwärmt hat, sprechen wir von einem Klimawandel, hervorgerufen durch zuviel CO2 in der Atmosphäre. Dadurch gibt es inzwischen enorme Wetterveränderungen, zum Beispiel in manchen Regionen der Erde extreme Trockenheit und in anderen Überschwemmungen.

Mehrweg-System

Um den Müllverbrauch von Flaschen und Gläsern gering zu halten, gibt es das Mehrwegsystem. Diese sind speziell gekennzeichnet. Wenn du zum Beispiel deine Flasche oder dein Joghurtglas leer gegessen hast, bringst du sie zum Händler zurück. Der reinigt sie und befüllt sie neu. So gelangt sie wieder in den Kreislauf. Glasflaschen lassen sich zirka 50 Mal und Plastikflaschen zirka 25 Mal neu befüllen.

Mikroplastik

Man nennt sie auch die unsichtbare Gefahr. Weil es sich dabei nämlich um minikleine Plastikteilchen handelt, die man mit bloßem Auge nicht sehen kann. Mikroplastik steckt zum Beispiel in Peelings, Duschgelen oder Cremes. Aber auch in einigen Sportbekleidungsartikeln. Durch das Waschen oder Duschen gelangen die Produkte über das Abwasser in unsere Flüsse und Meere. Die Partikel sind so klein, dass man sie nur bedingt herausfiltern kann. Auch entsteht Mikroplastik durch das Zersetzen von Plastikmüll in den Flüssen und Ozeanen. Inzwischen ist Mikroplastik sogar in der Luft nachgewiesen worden. Noch wird erforscht welche Auswirkungen es auf uns Menschen hat – sicher ist nur eins: Wir sollten versuchen, es zu vermeiden. Viele Unternehmen haben sich deshalb bereits dazu verpflichtet, auf Mikroplastik zu verzichten. Mit der App Codecheck findest du ganz einfach über den Barcode heraus, ob ein Produkt Mikroplastik enthält oder nicht.

Müllstrudel in den Ozeanen

Der enorme Plastikmüll im Meer hat sich weltweit vor allem an fünf großen Stellen gesammelt – diese nennt man Müllstrudel (auf engl. Garbage Patch). Wissenschaftler gehen davon aus, dass es zwei im Pazifischen Ozean, zwei im Atlantik und einen im Indischen Ozean gibt. Immer mehr Forscher tüfteln daher an Erfindungen, um die Weltmeere vom Plastikmüll zu befreien. Eines der größten Projekte heißt „The Ocean Cleanup“ und versucht gerade im zweiten Anlauf den riesigen Müllstrudel zwischen San Francisco und Hawaii zu säubern. Als nächstes widmet sich das Projekt den Flüssen, die zum Meer laufen.

Pariser Abkommen

Im Dezember 2015 einigten sich 197 Staaten auf ein neues globales Klimaschutzabkommen, das am 4. November 2016 in Kraft trat. Es verfolgt drei Ziele: Weltweit soll es auf der Erde nicht mehr als zwei Grad Celsius wärmer werden als noch vor etwa 150 Jahren, im besten Fall sogar nur 1,5 Grad.. Dafür haben sich viele Industriestaaten, auch Deutschland, verpflichtet den CO2-Ausstoß drastisch zu verringern. Auch sollen die Länder unterstützt werden, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind.

Recycling

Übersetzt heißt es „Zurück in den Kreislauf bringen“. Man kann es auch so definieren: Aus Alt mach’ Neu! In unserem Abfall stecken viele Rohstoffe und Wertstoffe, die wir wieder verwerten können. So entsteht ein umweltfreundlicher Kreislauf!

Unverpackt Supermärkte

In einem Unverpackt Supermarkt ist nichts extra verpackt, das heißt man spart sich die ganzen Verpackungen. Das bedeutet auch, dass man seine Behälter, wie Boxen oder Glas, selbst mitbringen muss. Der Inhalt wird dann an der Kasse abgewogen.