Wir kennen das alle: Die Bonbons sind einzeln eingewickelt und dann noch mal in großer Tüte verpackt, die Weintrauben winken uns aus ihrer stabilen Plastikkiste entgegen, die Kekse glitzern in ihrer Einzelverpackung bis zum Nordpol… Wir schlemmen Süßes und neben uns türmt sich ein riesiger Plastikberg. Das haben natürlich auch unsere Kids schon längst bemerkt und tadeln uns, wenn wir unachtsam einkaufen. Schaffen wir es, auf Plastik zu verzichten?

Dass das gar nicht so einfach ist, haben Malin, Trixie und Einstein, die drei Helden aus Veronika Wiggerts neuem Buch „Die Klima-Checker: Schluss mit Plastik“ auch gemerkt. Sie haben eine Challenge draus gemacht: Jeder nimmt sich eine Sache vor, bei der er oder sie Plastik einspart. Wie erfolgreich sie dabei waren, erfahrt ihr natürlich im Buch. Eins verraten wir schon mal: Es kam beinahe zur Katastrophe! Zum zuhause Nachmachen sind auf jeden Fall die coolen Schluss-mit-Plastik-Tipps geeignet, die wir euch schon jetzt verraten:

Malins Schluss-mit-Plastik-Tipps

  • Ganz oben auf meiner Liste steht: Süßigkeiten nur noch lose einkaufen. Das habe ich in der Zwischenzeit auch um andere Dinge erweitert, zum Beispiel Obst oder meine geliebte Butterbrezel, die ich mir oft vor der Schule kaufe. Damit ich immer etwas für den Transport dabei habe, steckt jetzt in jeder meiner Taschen eine kleine Box!
  • Ich liebe Bienenwachstücher, die es in allen möglichen Farben und Mustern gibt. Sie sind eine tolle, plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie! Einfach nach dem Benutzen unter heißem Wasser auswaschen, trocknen lassen und wieder verwenden!
  • Endlich konnte ich auch Mama überzeugen: Milch, Getränke und Joghurt gibt es bei uns nur noch im Mehrweg-Glas!
  • Klamotten versuche ich konsequent nur noch auf dem Flohmarkt oder im Secondhand-Laden zu kaufen. Das spart Ressourcen und macht auch mehr Spaß! Außerdem braucht man eh nicht so viele davon!

Trixies Schluss-mit-Plastik-Tipps

  • Nach unseren Erfahrungen mit Herrn Rossi und der doofen Pressetante war mein Bedarf an Duschgel in der Flasche erst mal gesättigt. Per Zufall bin ich im Unverpackt-Laden auf Duschseife gestoßen – ganz ohne Verpackung. Was soll ich sagen: Ich liebe sie!
  • Es hat mich ja schon genervt, dass ich bei unserer Plastik Challenge keine tolle Kekslösung präsentieren konnte. Also bin ich nochmal in mich gegangen. So schwer kann backen ja nicht sein, oder?! Mit der Unterstützung von Malin und ihrer Mutter Pernilla – und ein paar Backversuche später – kann ich inzwischen superleckere Schoko-Brownies backen. Mein nächstes Ziel? Schwedische Zimtschnecken!
  • Wusstet ihr, dass inzwischen auch Klamotten aus Plastik hergestellt werden? Per Zufall habe ich tolle schwarze Sneaker entdeckt, die zum größten Teil aus recycletem Plastik Ohne die verlasse ich gerade nie das Haus.

Einsteins Schluss-mit-Plastik-Tipps

  • Ich bleibe natürlich bei meiner Bambus-Zahnbürste. Inzwischen habe ich auch noch andere biobasierte Kunststoffbürsten entdeckt. Eine war sogar in Bio-Folie auf Zellulose-Basis eingepackt. Der Clou: Die zerfällt im Biokompost zu schmieriger Masse! Franca hatte recht: Auf der ganzen Welt wird geforscht und entwickelt was das Zeug hält – wir sind also auf dem richtigen Weg!
  • Langlebige Smartphones und Laptops mit verfügbaren Ersatzteilen – das ist die Zukunft! Wenn ich zu meinem 13. Geburtstag endlich ein Handy bekomme, dann wünsche ich mir auf jeden Fall eines der Fairphones.
  • Immer wieder diskutiere ich mit meinem Vater darüber, ob es nun Sinn macht, wenn ich als Privatperson Plastik einspare. Er denkt ja immer noch, dass es nur im ganz großen Stil funktioniert. Nachdem ich mal wieder im Internet unterwegs war, bin ich per Zufall auf die APP ‚Replace Plastic’ vom Verein Küste gegen Plastik gestoßen, mit der man Produkte, die zuviel Plastik enthalen, melden kann. Der Verein sammelt alles und leitet es dann an die Hersteller weiter.
  • Dennoch: Der Aktionismus der Mädchen in Ehren. Aber ein bisschen muss ich meinem Vater auch recht geben. Ganz auf Kunststoff zu verzichten, geht in der heutigen Welt nicht mehr. Denn: Wer will schon leben, wie vor über hundert Jahren?