Campen ist doch einfach das Beste, wenn man mit Kindern reist. Besonders, wenn es mehrere sind. Alle rein ins Wohnmobil, losfahren und schön – und dabei hat man auch noch alles, was man braucht. Herrlich!

Naja… so ein paar Dinge sind dann ja schon noch zu organiseren. Zuallererst: Der Camper! Den hat ja nun nicht jede Familie vor der Haustür stehen. Und wenn die Reise in einem entfernten Land geplant ist, in das man ohnhin nur mit dem Flugzeug kommt, wird die Sache schon kniffliger. Aber dafür gibt es ja Leute, die sich um alles Kümmern. So wie das Team der CamperOase! Wir machen gleich mal ein Interview mit Lilith, einem Mitglied des Teams. Wetten, dass sie noch ein paar sehr coole Camper-Tipps am Start hat?

Camper ausleihen leicht gemacht

Interview mit Lilith von der CamperOase

Was ist die CamperOase, was tut ihr?

Die CamperOase ist ein Vermittlungsunternehmen für Wohnmobile und Campervans. Das heißt, wir besitzen keine eigenen Fahrzeuge, sondern arbeiten mit Vermietern zusammen und übernehmen die Kundenberatung bis hin zur Buchung. Wir erhalten dafür eine Provision vom Vermieter, die aber die Vermietung für die Kund*innen nicht teurer macht.

Für Reisende ergibt sich durch unseren Service der Vorteil, dass wir sehr viele Vermieter im Angebot haben und diese gut kennen. Wir können nach einem Kundengespräch ziemlich sicher sagen, welcher Vermieter und welches Wohnmobil zu den Vorstellungen der Kund*innen passt. Anders als beim Kontakt mit einem konkreten Vermieter, der natürlich seine eigenen Produkte verkaufen möchte und niemals sagen würde, dass jemand aber beim Mitbewerber besser aufgehoben wäre, spielt es für uns keine Rolle, welches Wohnmobil die Kunden am Ende buchen. Wir können also viel objektiver beraten, als das bei einer Direktbuchung der Fall ist und wissen auch, bei welchem Vermieter es überhaupt noch Lücken in der Auslastung gibt, sodass die Kunden nicht lange suchen müssen.

Außerdem weisen wir auf die Besonderheiten im Kleingedruckten hin. Die AGB sind bei jedem Vermieter anders. Es gibt überall Details, die ganz wichtig sein können. Z. B. sind manche Straßen in Neuseeland so schlecht oder gefährlich, dass einige Vermieter nicht zulassen, dass mit ihrem Wohnmobil dort gefahren wird. Andere haben ungünstige Versicherungsbedingungen.

Dann ist da noch das Thema mit den Kindersitzen. In jedem Wohnmobil ist die Anordnung der Sitze anders. Manche Familienmobile sind so eingerichtet, dass die Kinder während der Fahrt ganz hinten sitzen – das sind teilweise 7 Meter hinter den Eltern. Da ist die Betreuung während der Fahrt nicht so einfach wie bei anderen Mobilen, in denen die Bank für die Kinder direkt hinter den Eltern ist. Ich könnte da noch ganz viele Beispiele nennen, auch zur Reiseroute oder Reiserichtung. Auch hierbei können unerfahrene Reisende vieles suboptimal planen und von einer Beratung profitieren. Und es kostet die Kunden nichts – es gibt also nichts zu verlieren.

Habt Ihr Euch auf eine Region für Camper spezialisiert?

Eher andersrum. Da wir selbst lange in Neuseeland gelebt haben, haben wir zunächst mit der Vermittlung für Neuseeland und Australien angefangen, weil wir diese Länder einfach gut kennen.  Nun leben wir inzwischen seit 12 Jahren wieder in Deutschland und sind auch viel in Europa unterwegs. Deshalb haben wir seit einiger Zeit auch Camper in Europa, Südafrika und Namibia im Angebot und arbeiten gerade an der Erweiterung auf die USA. Mit Neuseeland und Australien verbindet uns aber sehr viel – diese Länder sind ein Stück Heimat für uns, in denen wir wichtige Jahre unseres Lebens verbracht haben.

Wenn ich in Europa reisen will, seid Ihr aber auch die richtigen Ansprechpartner, oder?

Definitiv! Die Vorteile, die ich vorher dargestellt habe, gelten auch für Europa – auch wenn ich offen zugebe, dass wir sicherlich nicht jedes Land wie unsere Westentasche kennen. Die Fragen der Kunden sind bei Europareisen aber auch eher wohnmobilspezifisch und drehen sich weniger um Land, Leute, Sitten oder Verkehrsregeln. Unsere Kunden kommen in der Regel aus Deutschland und den Nachbarländern und haben weniger Sorgen, bei einer Reise nach Italien, Slowenien oder Portugal wesentliche Dinge falsch zu machen, als wenn sie nach Neuseeland fliegen. Und bei den Fahrzeugen kennen wir uns natürlich bestens aus und können umfangreich beraten.

Ist Campen eigentlich für jede Familie etwas?

Ich denke, das kommt hauptsächlich auf die Eltern an. Für Kinder ist Wohnmobilurlaub super, wenn die Eltern entspannt sind und sich wohlfühlen. Kinder mögen es, dass sie im Wohnmobil immer im gleichen Bett schlafen können, auch wenn sie jeden Tag woanders sind. Die Umgebung ist vertraut, man muss sich nicht jeden Tag neu orientieren. Unsere Kinder finden es auch schön, dass wir im Camper alle zusammen in einem Raum schlafen. Wenn man morgens aufwacht und direkt nach draußen kann, ist das auch super. Auf größeren Campingplätzen finden die Kinder außerdem sehr schnell Anschluss und können sich sicher und eigenständig in diesem Mikrokosmos bewegen.

Es gibt aber auch Situationen, die im Camper für Familien sicherlich schwieriger sind, als beispielsweise in einer Ferienwohnung. Wenn es draußen richtig eklig ist und man noch recht kleine Kinder hat, die sich nicht stundenlang mit Brettspielen beschäftigen können, kann es anstrengend sein. Ich erinnere mich auch an Tage, an denen unser jüngster mit damals 9 Monaten regelmäßig sehr früh aufgewacht ist und dann lauthals und fröhlich den Tag begrüßen musste, während die beiden älteren Brüder abends noch lange wach waren und mit den Campingplatzfreunden gespielt haben und dringend noch schlafen sollten. Da bin ich dann oft in aller Eile mit Kind in der Babytrage und Windeln unterm Arm aus dem Camper geflüchtet, damit nicht alle aufwachen. Die nächsten zwei Stunden habe ich dann irgendwie draußen verbracht, ohne die lebensnotwendige Tasse Kaffee, Frühstück oder anständige Kleidung. Das ist dann nicht immer erholsam, obwohl diese unfreiwilligen Spaziergänge oft auch richtig schön waren und ich im Nachhinein froh war, dass ich nicht drinnen rumgesessen habe.

Ich halte Wohnmobilurlaub grundsätzlich für sehr familienfreundlich, man sollte aber das Alter der Kinder bei der Planung im Blick haben und entsprechend dafür sorgen, dass man sein Wohnmobil so parkt, dass die Infrastruktur passt. Ohne Kinder sind wir immer möglichst weit raus in die Wildnis gefahren, irgendwohin, wo wir am nächsten Tag nur die Wanderschuhe anziehen mussten und loslaufen konnten. Mit kleinen Kindern haben wir uns über Spielplätze, Duschen und Waschmaschinen gefreut – also Plätze, um die wir zuvor immer einen großen Bogen gemacht haben. Jetzt sind die Jungs größer und haben wieder ganz andere Bedürfnisse. Sie finden es jetzt toll, wenn wir zusammen mit Freunden in den Urlaub fahren und sie sich viel ohne uns beschäftigen können. Alle diese Varianten sind im Camper möglich und das ist so toll daran!

Spannend, oder? Noch mehr Tipps und Camper-Einblicke bekommt ihr im zweiten Teil unseres Interviews mit Lilith!

Bleibt dran!

Und wenn Ihr neugierig auf die CamperOase geworden seid, schaut hier vorbei:

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